Thank you for Smoking

Wenn ihr einen wirklich guten Film über Rhetorik sucht, dann ist Thank you for Smoking etwas für euch. Obwohl ich mir Filme leidenschaftlich gerne ansehe, habe ich dieses wunderbare Exemplar, das 2005 erschienen ist, übersehen. Letztendlich bin ich glücklicherweise über einen Rhetorik Podcast darauf gestoßen, sodass ich mein Versäumnis nachholen konnte.

Der Film handelt von einem Lobbyisten der Tabakindustrie namens Nick Naylor, der sich mithilfe seiner hervorragenden rhetorischen Fähigkeiten den Weg durch das Leben bahnt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, seht selbst wie gut diese Handlung umgesetzt wurde.

Ich gebe dem Film 9 von 10 Punkten.

Der oben genannte Podcast der Berkeley University lohnt sich übrigens auch. Bisher habe ich mir zwar nur die ersten beiden Stunden angehört, aber diese waren inspirierend.

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Organisation mit einem Wiki

Die Idee ist nicht neu und auch nicht wirklich spektakulär. Jeder kann eines der vielen kostenfreien Wikis benutzen, um sein Leben zu organisieren. Ich persönlich nutze dieses Konzept schon seit mehreren Jahren, mehr oder weniger erfolgreich. Zu meinem Bedauern muss ich gestehen, dass ich es manchmal vernachlässige wichtige Informationen festzuhalten. Langfristig bedeutet dies immer Mehrarbeit. Doch um die persönliche Informationsflut geht es in diesem Artikel überhaupt nicht, es geht vielmehr um die Nutzung eines Wiki für die Erstellung einer Ausarbeitung oder eines Buches.

Vor einem Jahr, als ich an meiner Bachelor Thesis geschrieben habe, konnte ich ein wichtiges Gespräch mit einem Kollegen (J-C)  führen. Darin ging es um die Organisation seiner Arbeit. Zu diesem Zeitpunkt musste er einen Artikel für das Java Spektrum verfassen und hatte somit indirekt die gleichen Probleme wie ich. Erschwerend kam bei ihm hinzu, dass er mit einer weiteren Person zusammenarbeiten musste. Sein Vorschlag war ein möglichst lange ein Wiki zu benutzen und erst ganz spät auf das Zielformat zu wechseln.

Eine Ausarbeitung gliedert sich in mehre Phasen, diese sind Ideen sammeln, Referenzen suchen, Gliederung und Struktur festlegen, initialer Entwurf, Verbessern und Korrigieren. Ich möchte hervorheben, dass es sich lohnt bis zum initialen Entwurf alles in einem Wiki zu bearbeiten.

Einige der Argumente sind offensichtlich, andere wiederum etwas subtiler, deswegen möchte ich sie explizit nennen.

  • Verlinkung der Informationen - Der Zweck eines Wiki ist es Informationen miteinander in Verbindung zu setzen, so dass Begriffe leicht nachgeschlagen werden können.
  • Von überall erreichbar – Es wird nur eine einfache Internet Verbindung mit einem gängigen Browser benötigt.
  • Backups und Sicherheitskopien – Durch regelmäßige Sicherheitskopien kann der erreichte Arbeitszustand nicht verloren gehen.
  • Parallele Arbeit -  Sollte die Arbeit in Kooperation mit anderen Personen stattfinden, ist dies leicht möglich.
  • Versionierung - Aktuelle Wikis erlauben den Zugriff auf alte Versionen der Arbeitsergebnisse.
  • Alternativen verwalten – Es ist leicht möglich mehrere alternative Ideen parallel zu verfolgen und erst am Schluss eine Entscheidung zu treffen. Das äußert sich in zusätzlichen Seiten im Wiki.
  • Medien verwalten - Es ist leicht Bilder, Fotos und Dateien an die entsprechenden Seiten anzuhängen.
  • Änderungsvorschläge - Änderungsvorschläge können über die Kommentar-Funktion diskutiert werden.

Natürlich sind die Vorteile verlockend, aber wo liegen die Nachteile eines Wiki?

  • Zwischenmedium – Das Wiki ist in der Regel nicht das endgültige Resultat. Meist muss in Word oder LaTeX konvertiert werden, um dann wiederum ein PDF zu erzeugen.
  • Drucken – Es ist nicht möglich den Arbeitsumfang in Seiten zu messen oder anderen Personen eine “Kopie” zu geben. Die Seiten sind verlinkt und müssen einzeln navigiert werden.
  • Layout - Das Aussehen entspricht nicht dem fertigen Resultat und Bilder können nicht optisch ansprechend angeordnet werden.

Diese beiden Listen bei weitem nicht vollständig, doch dieser Einblick hilft die Konsequenzen der Wiki Nutzung besser abschätzen zu können. Wikis sind hervorragend um Informationen zu organisieren. Sobald ein grober Entwurf erarbeitet wurde, sollte jedoch das Medium gewechselt werden.

Dies kann auf den ersten Blick nach sehr viel Aufwand aussehen, doch ganz so schlimm ist es nicht. Da der Text mit Copy-Paste kopiert werden kann, bleiben nur noch die Bilder, das Layout und die Struktur. Die Bilder müssen sowieso für eine gedruckte 300 dpi Druckversion optimiert werden, somit ist dies kein echter Mehraufwand. Das Layout macht während des Arbeitens mit Word oder LaTeX auch oft Probleme. Diese beiden Argumente können bei einem einmaligen Wechsel vernachlässigt werden.

Ein großer Aufwand muss jedoch in die Struktur fließen, dazu gehört das setzen der Überschriften und Querverweise, das Hervorheben und die Formatierung von Tabellen. Selbst bei mehren hundert Seiten ist dies jedoch überschaubar, da das umformatieren eines fertigen Inhaltes nur wenige Minuten pro Seite benötigt. Es ist bei weitem nicht so langwierig wie das Schreiben. Ein Wechsel kann in wenigen Tagen vollzogen werden. Natürlich wird das synchronisieren von Änderungen schwer, aber vielleicht wird das nicht mehr gebraucht.

Ich werde mein Wiki für meine nächste Arbeit auch ausprobieren und habe schon die nötigen Seiten für das bevorstehende Seminar angelegt.

Übrigens verwendet Martin Fowler auch ein Wiki um seine Bücher und Ideen zu verwalten.

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Workflows für LATEX

Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass LaTeX ein hervorragendes Werkzeug für die Erstellung von strukturierten Texten ist. Viele Studenten, unter anderem ich selbst, haben schon ihre Diplomarbeit (Thesis) mit LaTeX angefertigt und sind begeistert. Prinzipiell kann sich der Student vollends auf das Schreiben konzentrieren. Das eigentliche Layout kann er bis zu Letzt hinausgezögert, ohne Mehraufwand zu befürchten.

Obwohl LaTeX mächtig ist, kann der Einstieg sehr frustrierend sein. Das habe ich vor einem Jahr selbst festgestellt. Die Optionsvielfalt und die angebotenen Pakete haben mich damals erschlagen, ich wußte nicht wo ich anfangen sollte. Manchmal muss es schnell und einfach gehen, ohne langes Einlesen. Learning-by-Doing ist das Stichwort. Wichtig sind hierbei eine gute Vorlage und ein vordefinierter Workflow. Der Anfänger möchte sich nicht mit dem Evaluieren von verschiedenen Programmen auseinandersetzen. Er möchte alles Schrittweise nacheinander installieren und ein wenig herumexperimentieren. Dann muss er sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren.

Das Buch „Form der wissenschaftlichen Ausarbeitung“ von Tilo Gockel liefert genau diese beiden Komponenten. Der Leser kann sich die Vorlage, die im Buch besprochen wird, kostenlos herunterladen. Das 145-seitige Buch, reißt viele wichtige Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens an, ohne dabei in die Tiefe zu gehen. Die wichtigen Informationen befinden sich auf nur 50 Seiten und beschreiben die benötigte Software und deren Einsatz.

Wer eine Einleitung in LaTeX sucht, ist mit diesem Buch falsch beraten. Außer den Kommentaren  in den heruntergeladenen Dateien wird einem nichts über den Umgang mit LaTeX als solches erklärt, es wird sogar vorrausgesetzt. Doch das ist nicht schlecht, denn dafür gibt es schon gute Bücher. Zum Beispiel den LaTeX Begleiter,

Ich empfehle für komplette Neueinsteiger sich zunächst mit LaTeX auseinanderzusetzen, um anschließend in „Form der wissenschaftlichen Ausarbeitung“ einzutauchen.

Obwohl ich grundsätzlich zufrieden bin, habe ich noch einige Kritikpunkte.

  • Das Buch beschreibt alle Workflows für Windows. Es wird ständig beschrieben, dass sich alles unter Mac OS und Linux analog verhält. Das sehe ich nicht so.
  • Beim wichtigsten Programm im Workflow handelt es sich um Adobe Acrobat Professional, welches kostenpflichtig und teuer ist. Viele Universitäten haben jedoch vorinstallierte Versionen, die die Studenten nutzen können.
  • Obwohl gute Anregungen und Verweise auf weiterführende Lektüre angeboten werden, erwähnt der Autor Wikipedia als Quelle ein wenig zu häufig. Es mag richtig sein, wirkt aber unprofessionell.
  • Einige Ausführungen gehen mir zu weit ins Detail. Feinheiten wie Ligaturen sind für eine Diplomarbeit einfach irrelevant. Solche Dinge werden erst beim professionellen Publizieren wichtig.

Fazit

Das Buch ist gut um einen unkomplizierten Start in LaTeX zu erhalten, vor allem die Vorlage ist hervorragend. Eventuell sollte man sich das Buch jedoch besser ausleihen, vor allem wenn man schon in der Staatsbibliothek ist und die Vorlage kostenlos herunterladen. Die wichtigsten Informationen sind auf wenigen Seiten zusammengefasst und ein paar Notizen ersparen einem die 15 Euro. Lesenswert ist es allemal.

Notizen

Hier sind einige meiner Notizen aus dem Buch.

Software

  • LaTeX: MiKTeX
  • Editor: TeXnic Center
  • Formeleditor: TeXaide
  • PDF: Adobe Acrobat Professional (für PDF drucken und zurechtschneiden)
  • Bildbearbeitung: Gimp oder Photoshop
  • Vektorgrafik: Visio, CorelDraw
  • Plotter: Gnuplot
  • Pretty Print für Sourcecode: a2ps
  • BibTeX: JabRef

Benutzung

  • Adobe Acrobat Professional
    • Alle Programme die drucken können -> PDF
    • Werkzeuge -> Erweiterte Bearbeitung -> Beschneigungswerkzeug
    • Erweitert -> Preflight
  • TeXnic Center
    • MicTeX verwenden: C:\Program Files (x86)\MiKTeX 2.8\miktex\bin
    • Ausgabeprofile definieren
      • LATEX -> PDF kopieren und in Texify -> PDF umbennen
      • Pfad Compiler: C:\Program Files (x86)\MiKTeX 2.8\miktex\bin\texify.exe
      • Argumente Compiler: “%pm” –pdf –mkidx-option=”-s main.ist”
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Master: Einschreibung

Heute ist mein erster Tag als Master Informatik Student an der FH Wedel. Ich bin jetzt offiziell eingeschrieben und befinde mich im Rechenzentrum. Die Formalien verliefen problemlos und dem erfolgreichen Start ins erste Semester steht nichts mehr im Wege.

Ich werde gleich in die Cafetaria gehen und genüßlich einen Latte Macchiato trinken, bevor ich die nächsten Punkte auf der Tagesordnung angehe.

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Joggen und Sport…

Seid 2 Wochen laufe ich wieder regelmäßig. Zuerst hatte ich nur das Ziel einfach Gewicht abzunehmen, aber jetzt wo ich die 75 kg Marke unterschritten habe, möchte ich einfach nur fit sein. Die Konzentration und die Ausdauer, die ich durch das Joggen bekomme, sind einfach großartig und werden mir bei meinem Studium viel helfen.

Momentan laufe ich jeden zweiten Tag 7 km in etwa 35-45 Minuten, abhängig von Wetter und Ehrgeiz. Das ist relativ gut, aber ich würde gerne Zeiten um die 30 Minuten haben. Dann komme ich insgesamt mit Aufwärmen und Duschen auf 1 Stunde pro Lauf.

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Starcraft 2 Beta

Seid meiner Jugend spiele ich gerne Computerspiele, wobei ich mich auf einige wenige konzentriere. Mein bevorzugtes Genre ist Echtzeit Strategie, bisher war mein Lieblingstitel Warcraft III. Seid kurzem widme ich mich jedoch Starcraft II. Der Hersteller “Blizzard” und das Konzept ist gleichgeblieben, aber es gibt große Unterschiede.

Der Spieler muss eine Basis aufbauen und Ressourcen abbauen, um eine Armee aufzustellen, die den Gegner bezwingen kann. Hierbei gibt es zwei entscheidende Faktoren: Micro und Macro. Micro bezeichnet die Kontrolle der einzelnen Einheiten. Dazu gehört das verwenden von speziellen Fähigkeiten, zurückziehen angeschlagener Einheiten usw. Macro dagegen bezeichnet alles, was mit Wirtschaft zu tun hat. Sicherstellen von Ressourcen, Nachschub, Kontrolle strategischer Punkte usw.

Während in Warcraft der Schwerpunkt auf dem Micro liegt, ist es bei Starcraft genau andersherum. In Warcraft hat der Spieler eine kleine Armee und einige sehr starke Helden. Jede Einheit zählt und es gibt viele Möglichkeiten einzelne Einheiten vor dem Tod zu bewahren. So kann der Spieler während des Kampfes Einheiten weg teleportieren oder heilen.

In Starcraft müssen sich die Einheiten nur “rentieren”. Kostet eine Einheit z.B. 100 Kristalle und 100 Gas, muss sie mindestens genausoviele Ressourcen des Gegners vernichten oder ihn daran hindern diese abzubauen. Es erinnert an eine Materialschlacht.

Ich finde beide Spiele gut, aber mir gefällt zur Zeit die Microlastigkeit von Warcraft besser.

Mir ist aufgefallen, dass ich meine Gruppen-Hotkeys ändern muss, wenn ich in Starcraft erfolgreicher werden möchte. Meine Gruppenverteilung in Warcraft (Undead) sieht so aus:

  1. Nahkampf Einheiten + Helden
  2. Fernkampf Einheiten
  3. Andere Einheiten (Belagerung / Heilen)
  4. 1. Produktionsgebäude (z.B. Crypt)
  5. Andere Produktionsgebäude (z.B. Slaughterhouse)
  6. Hauptgebäude
  7. Altar
  8. 8. – 0. nicht belegt.

Für Starcraft (Terran) habe ich mir folgendes überlegt:

  1. Momentane Einheiten. (z.B. 1. SCV, Ghost, Marines oder ähnliches)
  2. Nahkampf / Fußvolk (z.B. Marines, Marauder usw.)
  3. Schwere Waffen (z.B. Tanks)
  4. Luft Einheiten (z.B. Banshee)
  5. Freigehalten.
  6. Hauptgebäude (alle in einer Gruppe)
  7. 1. Produktionsgebäude (z.B. Rax)
  8. 2. Produktionsgebäude (z.B. Factory)
  9. 3. Produktionsgebäude (z.B. Starport)
  10. Alle Forschungsgebäude (z.B. Engeneering Bay)

Jetzt muss ich nur noch erproben, ob dieses Konzept so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe.

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Einfache Backups

Jeder hat schon davon gehört und alle sollten mittlerweile wissen wie sinnvoll Backups sind. Zu diesem Thema gibt es auch viele Bücher und Programme, aber trotzdem sichern viele Endbenutzer ihre Daten nur sporadisch oder überhaupt nicht. Dieses Tutorial wird aufzeigen, wie einfach eine vollautomatisierte Sicherung der wichtigsten Daten realisiert werden kann. Dabei wird keinen Wert auf Sonderfälle und Feinheiten gelegt. Vielmehr wird die Aufgabe „kopiere einen bestimmten Ordner auf eine andere Festplatte“ automatisiert und optimiert. Es ist eine sehr einfache Lösung, die in etwa 80% der Fälle ausreicht. Sie ist jedenfalls besser, als gar nicht zu sichern. Die einzigen damit verbundenen Kosten sind die der Anschaffung einer zusätzlichen Festplatte, wenn man keine besitzt. Es ist dabei egal ob sie intern oder extern ist. Der Einfachheit halber nehme ich an, dass es eine externe USB Festplatte ist, die dem Buchstaben I: zugewiesen ist. Kleine Anmerkung zum formatieren der Festplatte. Wenn Windows involviert ist, sollte die Festplatte NTFS formatiert werden, Linux kann NTFS leichter und sicherer nutzen als Windows EXT3. FAT32 ist bei Festplatten jenseits 1 TB keine Option. Da das Ziel dieser Platte nur das Sichern von Daten ist, sollte die Festplatte nicht unterteilt werden. Um die einfache Backuplösung zu realisieren müssen  folgenden Schritt nacheinander abgearbeitet werden:

Schritt 1: Rsync installieren.

Rsync ist ein Programm, dass Daten zwischen zwei Ordnern abgleicht und dabei nur Differenzen überträgt. Wenn man beispielsweise 100 Textdokumente in Ordner A hat und diesen mit Ordner B synchronisiert, bekommt man zwei Ordner mit gleichem Inhalt. Verändert sich eine der Dateien in A, sind die Inhalte wieder unterschiedlich. Bei einem erneuten synchronisieren wird jedoch nur die eine Datei umkopiert. Jetzt haben beide Ordner wieder den gleichen Inhalt. Das ist wesentlich schneller als wieder alles rüber zu ziehen. Anstatt die Installation zu beschreiben verweise ich hier auf ein externes Dokument Datensicherung mit Rsync, sicherheitshalber habe ich eine Datensicherung mit rsync davon angelegt.

Schritt 2: Wichtige Daten identifizieren

Jeder hat einen Ort, an dem er seine wichtigen Dokumente ablegt. In der Regel sind das eigene Dateien (z.B. private Textdateien oder Fotos), oder Daten, die nur mit viel Aufwand wiederhergestellt werden können (z.B. Musiksammlungen). Es ist nicht sinnvoll den gesamten Computer zu sichern, weil das unnötig viel Speicher belegt und länger dauert. Windows kann schließlich im schlimmsten Fall innerhalb von wenigen Stunden komplett neu installiert werden. Bei mir habe ich folgende Verzeichnisse identifiziert:

  • C:\Users\mars\Videos (Meine Videos)
  • C:\Users\mars\Documents (Meine Dokumente)
  • C:\Users\mars\Music (Meine Musik)
  • C:\Users\mars\Pictures (Meine Bilder)
  • C:\Users\mars\Downloads (Meine Downloads)

Schritt 3: Ordnerstruktur auf dem Sicherungsmedium erstellen

Jetzt müssen die folgenden 3 Ordner auf I: erzeugt werden:

  • I:\bak
  • I:\bak\<rechnername> (z.B.: I:\bak\heimrechner oder I:\bak\laptop)
  • I:\bak\script

Der Verzeichnisname sollte möglichst kurz sein, weil einige Versionen von Rsync Probleme mit langen Dateinamen haben. Der Ordner mit dem Rechnernamen dient dazu verschiedene Computer auf der Festplatte zu sichern. So kann schnell identifiziert werden wo welche Daten gespeichert wurden.

Schritt 4: Skripte anpassen

Das folgende Skript kann kopiert und einfach angepasst werden:

=== bak_guts.bat Start ===

set RSYNC_COMMAND=c:/cygwin/bin/rsync.exe -r -v --size-only --chmod=ugo=rwX
set BAK_DIR="/cygdrive/i/bak/guts"

%RSYNC_COMMAND% "/cygdrive/c/Users/mars/Videos"    %BAK_DIR%
%RSYNC_COMMAND% "/cygdrive/c/Users/mars/Documents" %BAK_DIR%
%RSYNC_COMMAND% "/cygdrive/c/Users/mars/Music"     %BAK_DIR%
%RSYNC_COMMAND% "/cygdrive/c/Users/mars/Pictures"  %BAK_DIR%
%RSYNC_COMMAND% "/cygdrive/c/Users/mars/Downloads" %BAK_DIR%

=== bak_guts.bat Ende ===

Ich denke alles ist selbsterklärend und kann einfach adaptiert werden. Mein Rechner hier heißt “guts” und mein Account ist “mars”. Eine Kleinigkeit, die man einfach wissen muss: Da Rsync unter Windows mit cygwin läuft, müssen Ordner statt C:\Users\mars\Videos /cygdrive/c/mars/Videos lauten. Jeder Rechner sollte sein eigenes Skript bekommen und in das I:\bak\script Verzeichnis gespeichert werden (z.B. I:\bak\script\bak_laptop.bat)

Schritt 5: Das Skript manuell testen

Klickt das neue Skript einfach doppelt an, dann sollten die gewünschten Ordner umkopiert werden. Fehler sollten in diesem Schritt vollkommen beseitigt werden. Beim ersten Mal kann das umkopieren der Dateien mehrere Stunden dauern. Meinstens sind dies die MP3 Dateien, die viele GB groß sein können. Folgende Aufrufe sollten dann nur noch wenige Minuten dauern.

Schritt 6: Das Skript automatisch ausführen

Das Skript funktioniert und kann nun in den Windows Sheduler eingebunden werden. Unter meinem englischen Windows befindet sich dieser unter: Control Panel -> System and Security -> Shedule tasks. Dort einfach einen neue Task erstellen, der das Skript einmal täglich ausführt.

Sollte jetzt der Computer kaputt gehen oder die Festplatte ihren Geist aufgeben, sind unsere Dateien trotzdem gesichert. Diese Lösung ist ein solider Anfang. Für die Meisten wird sie schon reichen. Jeder, der mehr will kann die Skripte verfeinern oder auf professionelle(re) Lösungen umsteigen. Der wichtigste Grundgedanke einer Sicherung ist: Alles muss vollautomatisch geschehen. Wenn menschliche Interaktion notwendig ist, werden Sicherungen nach und nach immer seltener, bis sie gar nicht mehr gemacht werden.

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